Keuchhusten: Wenn der Husten zur Gefahr wird

Keuchhusten – wenn der Husten zur Gefahr wird

Keuchhusten (Pertussis) – eine klassische Kinderkrankheit

Der Keuchhusten gehört zu den klassischen Kinderkrankheiten, doch auch Erwachsene können sich hiermit infizieren. Besonders für Säuglinge ist diese Erkrankung sehr gefährlich und auch bei Erwachsenen kann es zu sehr ernsten Gesundheitsschäden kommen. Die Betroffenen leiden unter einen sehr starken und lang anhaltenden Husten, dieser ist heftig und kommt stossweise. Die Erkrankten scheinen so, als würden sie an dem Husten ersticken. Nach den Hustenattacken atmen die Betroffenen mit einem typischen keuchenden, ziehenden Geräusch die Luft ein. Es kann während der Hustenattacken zum Erbrechen kommen. Im 19. Jahrhundert starben sehr viele Kinder an Keuchhusten, doch dank des heutigen Impfschutzes ist die Todesrate deutlich gesunken.

Keuchhusten – für Säuglinge und Erwachsene sehr gefährlich

Eine Keuchhusten-Infektion kann bei Säuglingen zu sehr schweren Komplikationen führen. Eine Infektion kann eine Lungen- oder Mittelohrentzündung oder auch eine Gehirn-Schädigung nach sich ziehen. Neugeborene und Säuglinge können durch die schweren Hustenattacken einen tödlichen Atemstillstand erleiden. Die engen Atemwege können sehr schnell zuschwellen. Säuglinge sowie Neugeborene können sich bei den Hustenattacken nicht hinsetzen, was das Abhusten erleichtern würde. Auch die Brechattacken sind für Neugeborene sowie für Säuglinge sehr gefährlich, das sie hieran ersticken können. Neugeborene haben keinen Nestschutz, daher ist hier grösste Vorsicht geboten. Ab dem dritten Lebensmonat können Säuglinge geimpft werden.

Keuchhusten – die Therapie

Nur mit speziellen Antibiotika kann eine Keuchhusten-Infektion abgemildert werden und auch die Ansteckungsgefahr wird hierdurch geschwächt. Die Antibiotika-Therapie sollte direkt bei Beginn der Erkrankung erfolgen. Auch wenn die Erreger abgetötet wurden, leiden die Erkrankten immer noch unter starken Hustenanfällen. Das Gift der Keuchhustenerreger setzt sich über eine längere Zeit im Hustenzentrum des Gehirns und in den Schleimhäuten der Atemwege. Die Flimmerhärchen werden durch die Infektion geschädigt.

Keuchhusten – die Inkubationszeit

Noch bevor der typische Husten auftritt, sind die Erkrankten bereits ansteckend. Menschen, die nicht geimpft sind oder keine Immunität gegen den Erreger haben, haben ein Ansteckungsrisiko von bis zu 80 Prozent. Nach einer durchgestandenen Keuchhusten-Infektion erlangen die Betroffenen eine Immunität von rund zehn Jahren, danach können sie sich wieder mit dem Erreger infizieren. Die zweite Erkrankung verläuft in der Regel milder. Erwachsene und Jugendliche sind gefährliche Überträger für Neugeborene, Säuglinge und für Kinder, die nicht geimpft wurden.

Keuchhusten – die Symptome

Bei Kindern (ausser bei Säuglingen) verläuft die Infektion meistens in drei Stadien. Rund sieben bis 20 Tage nach einer Infektion zeigen sich die ersten Anzeichen, doch diese sind nicht immer gleich einzuordnen. Doch bereits in dieser Zeit besteht die höchste Infektionsgefahr. Zu Beginn fühlen sich die Kinder schlapp, sie haben Schnupfen und leichtes Fieber. In dieser Phase ist der typische Husten noch nicht da. Im zweiten Stadium, welches ganze vier bis sechs Wochen andauern kann, kommt es zu starken Hustenanfällen, diese treten überwiegend nachts auf. Das Gesicht der Kinder läuft rot bis Bläulich an und sie drohen bei den Anfällen fast zu ersticken. Mögliche Begleiterscheinungen sind Kopf-, Bauchschmerzen und Muskelkater. Im dritten Stadium werden die Hustenanfälle weniger, allerdings muss hierfür eine Behandlung durchgeführt worden sein.

 

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