Wie Babys und Kleinkinder gesund schlafen können

Dicker Mann- Bauch

Wenn die Kleinen gut schlafen können, wirkt sich das in allen anderen Bereichen positiv aus.

Bei Eltern steht der Nachwuchs im Mittelpunkt. Und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem das Baby nicht mehr im Babybettchen schläft, sondern in sein eigenes Reich ziehen soll. Aber wie soll das aussehen und, vor allem für Eltern wichtig, wie lässt sich ein gesunder Schlaf für den Nachwuchs erreichen? Immerhin hängt das Durchschlafen oder die unproblematischen Schlafenszeiten auch davon ab, dass das Kind gut, bequem und gesund schläft. Warum sollte ein Kleinkind vernünftig schlafen, wenn schon die Unterlage nicht passt? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal genauer an.

Eine gute Matratze ist wichtig

Natürlich leiden Kleinkinder noch nicht unter den Problemen, mit denen Erwachsene kämpfen. Aber gerade im jungen Alter kann der Grundstein dafür gelegt werden, dass die Kleinen nicht mit Rückenschmerzen oder Verspannungen aufwachen - oder erst gar nicht schlafen. Die Knochen von Kleinkindern sind noch nicht ausgehärtet, was durchaus bedeuten kann, dass sie sich verformen, wenn das Kind falsch liegt. Haltungsschäden können also durchaus im Schlaf entstehen - und verhindert werden. Einige Anforderungen auf einen Blick:

  • Festigkeit - eine feste Matratze, die dauerhaft eine stützende Wirkung hat, ist immens wichtig. Dabei soll die Matratze freilich nicht unnachgiebig sein, sondern sich gut der Körperkontur anpassen. Das Kind sollte im Liegen gleichmässig auf der Matratze liegen, ohne mehrere Zentimeter tief einzusinken.
  • Babys/Kleinkinder - ihre Wirbelsäule besitzt noch nicht die S-Form, die sich später ausbildet. Daher darf die Matratze härter sein, als von Erwachsenen als ideal empfunden wird. Eltern dürfen also nicht von ihren Vorlieben aufs Kind schliessen - das Kind braucht eine harte Unterlage.
  • Bett + Matratze - bei Kleinkindern ist es wichtig, dass das Bett gemeinsam mit der Matratze gekauft wird. Auf diese Weise lassen sich Lücken verhindern, in denen das Kind einklemmen könnte.
  • Sicherheit - es gibt eigens für Kleinkinder Matratzen mit einem trittfesten Rand. Stehen Kinder in ihrem Bettchen auf und ziehen sich an dem Gitter hoch, haben sie am Matratzenrand Halt und können nicht zwischen Matratze und Bett rutschen.
  • Dicke - was für Erwachsene unvorstellbar klingt, ist für Kinder ideal. Kindermatratzen sollten allerhöchstens zehn Zentimeter dick sein.

Des Weiteren ist es natürlich wichtig, dass die Matratze schadstoffgeprüft sein soll. Hier kommt das ÖKOTEC-Siegel zum Tragen. Zudem sollten Baby- und Kindermatratzen immer mit einem dichten und waschbaren Bezug versehen sein. Geht einmal etwas daneben, braucht nur der Bezug gewaschen werden, nicht aber die Matratze getauscht.

Wie sich ein gesunder Schlafrhythmus erreichen lässt

Ein gutes Bett, in dem das Kind gerne schläft, ist die Voraussetzung für einen guten Schlaf. Allerdings reicht das Bett allein nicht aus, denn das Kind muss sich in seinem Raum wohlfühlen. Viele Eltern machen den Fehler und haben ihren Nachwuchs fast dauerhaft bei sich, erwarten dann aber, dass das Kind in einem ihm fast fremden Raum die Nacht durchschläft. Das kann nicht funktionieren. Hier spielt auch das Denken eines Kleinkindes eine Rolle. Kinder können frühestens ab dem zweiten, dritten Lebensjahr erkennen, dass eine Person, die aktuell nicht da ist, immer noch anwesend ist. Wer also das Kind einfach ins Bett bringt und »verschwindet«, verängstigt das Kind. Aus Kindersicht sind Mama und Papa nun weg. Damit das nicht passiert, können schon tagsüber Grundlagen geschaffen werden. Beispielsweise, indem das Kind mit offener Tür in seinem Zimmer bleibt, die Eltern aber weiterhin mit ihm reden und häufig vorbeischauen. Ansonsten gibt es einige Möglichkeiten, das Schlafen zu lernen:

  • Einstellung - das Kind muss den Schlaf als etwas Positives kennenlernen. Eltern sollten zusehen, dass sie selbst schlafen positiv bewerten und immer sagen, wie schön das ist.
  • Rituale - vielen Kindern fällt es leichter, wenn das Schlafen mit festen Ritualen verbunden ist. Selbst im jüngsten Altern kann es vorhersehen, dass nun bald das Bett ruft.
  • Schlagwörter - Eltern können hingegen und den Schlaf mit Signalwörtern belegen. Wörter, Sätze oder Musik werden nur kurz vor dem Schlafen genutzt. Ruhe - direkt vor dem Schlafen sollten weder Spiele gespielt werden noch Aufregung herrschen. Aufgedrehte Kinder schlafen nicht.
  • Kein Zwang - viele Eltern bestehen auf das Mittagsschläfchen, da es aus medizinischer Sicht sinnvoll ist - oder sein kann. Jedes Kind ist aber anders und je älter es wird, desto weniger braucht es Schlaf. Will das Kind keinen Mittagsschlaf mehr halten, sollte es nicht gezwungen werden. Anderenfalls sieht es den Schlaf als etwas Böses an. Und: Klappt das Schlafen in der Nacht nicht, kann es sein, dass der Nachwuchs sich untertags schon ausgeschlafen hat.

Weitere wichtige Punkte

Das Kinderzimmer sollte schon im jüngsten Alter als toller Ort aufgebaut sein, in dem sich das Kind gerne aufhält. Es macht nichts, Spielstunden schon mit Babys hier zu verbringen. An dieser Stelle machen viele Eltern den Fehler, dass sie mit den Kindern im Wohnzimmer spielen und das Kinderzimmer ignorieren, bis das Kind plötzlich darin schlafen soll. Hier kann sich jeder in das Kind hineinversetzen. Warum sollte es zufrieden an einem fremden Ort schlafen?

Zudem muss der Raum gut belüftet und möglichst gut abzudunkeln sein. Hat das Kind Angst im Dunkeln, helfen kleine Nachtlichter. Sie sollten aber keinen Farbwechsel aufweisen, der lenkt wieder vom Schlaf ab.

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Ausgeschlafene Kinder sind glückliche Kinder.

Fazit - Grundlagen und Ruhe

Das Bett mitsamt der Matratze sind natürlich die wichtigsten Elemente für einen gesunden Kinderschlaf. Dabei darf die Matratze aus elterlicher Sicht unbequem sein, wichtig ist nur, dass der Nachwuchs gut und gesund schlafen kann. Wie gut es mit dem Schlafrhythmus klappt und wie schnell Kinder alleine schlafen, hängt ganz vom Charakter und der Vorbereitung an. Werden Kinder mittags zum Schlaf gezwungen, werden sie ihn auch abends als böses Übel ansehen. Halten sie sich bis zu den ersten Gehversuchen kaum im Kinderzimmer auf, ist der Ort wildfremd und unheimlich. Letztendlich sind aber auch die Eltern gefragt, denn sie müssen Geduld haben und dafür sorgen, dass der Nachwuchs das Bett mit den Eigenschaften verbindet, die sie selbst nutzen: Einkuscheln und wunderbare Nächte geniessen.

 

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