Wichtige Trends der Damenmode im Herbst und Winter 2017/2018

Ob wir es wollen oder nicht, der Sommer neigt sich dem Ende zu und nicht nur die Schweizer Damenwelt fragt sich: Wie kann ich mich in den nahenden Herbst- und Wintermonaten modisch und elegant kleiden? In Mailand, Paris, New York oder auf der Fashion Week in Berlin waren schon viele Trends ablesbar. Welche Kleidung, welche Schnitte, welche Farben und sonstigen Neuerungen bringen der Herbst und der Winter 2017/2018 hinsichtlich der Damenmode?

Eine Reise durch die Zeit

Zunächst ist festzuhalten, dass sich für die kommende Saison die grossen Modefachzeitschriften nicht unbedingt einig sind. Zunächst stellt die renommierte Vogue (deutsche Ausgabe) ihre Trendanalyse anhand bebilderter Erläuterungen online vor. Einen wichtigen Part nehmen laut der Fashion-Spezialisten minimalistische Tendenzen ein, die aus den 1980er und 1990er Jahren übernommen wurden. Statt den damals stur gerade und sachlich eingesetzten Schnitten betont etwa Louis Vuitton heute durch einige Raffinessen das Weibliche, es finden sich zudem Anklänge an noch frühere Stilformen wie die Minis aus den 1960ern.

Aus den 80ern übernehmen andere Modeschöpfer wie etwa Anthony Vaccarello, Fausto Puglisi oder Balmain den gefährlichen, kühlen Sex-Appeal der Zeit. Ein Beispiel stellt ein halterloser, schwarzer, enganliegender Dress mit raffiniertem, überkreuz gefaltetem Dekolletee und applizierten, silbernen Falten dar. Andere grosse Labels wie Prada, Givenchy und Céline liessen sich bei ihren Kollektionen für die kommenden Monate von der deutschen Kunst-Avantgarde der Weimarer Republik inspirieren. Klassische Linien und Silhouetten, beispielsweise bei knöchellangen, stark geknöpften Mänteln, werden hierbei mit einer subtilen Ästhetik kombiniert. Es geht jedoch bei diesem Look nicht um radikale Schockwirkung, eher um eine strenge und doch weibliche Eleganz.

Schuhmode im Herbst

Bei dieser Reise durch die Zeit ziehen auch grosse Damenausstatter wie Peter Hahn mit. Ein Beispiel ist das grosse Sortiment weiblicher Schuhmode. Elegante, zeitlose Pumps in klassischem Schwarz finden sich ebenso wie Nappa-Stiefeletten mit kessen Leopardenapplikationen. Überhaupt sind für den Alltag elegante und dennoch recht robuste Stiefeletten weit verbreitet. Ansonsten bilden Ballerinas, insbesondere aus Ziegenveloursleder, die in den unterschiedlichsten, allerdings eher gedeckten, herbstlichen Farben daherkommen, eine valide Alternative für die modebewusste Schweizerin. Wie bei den Kleidern scheint diesmal der Mut zu ungewöhnlichen Kombinationen auch auf das Schuhwerk überzugreifen, allerdings auf einem hohen Eleganz-Level und durchweg mit hochwertigen Materialien.

Maskuline Frauen?

Laut anderen Fachmagazinen wie Elle geht der Trend dahin, dass traditionell maskuline Elemente in die Frauenmode übertragen werden. Beispiele sind etwa Herrenhosen oder Reversmäntel, aber ebenso Blazer (insbesondere oversized) und Hosenanzüge allgemein. Mit der Nutzung dieser Elemente erfinden die Designer bekanntlich das Rad nicht neu - all das war schon in mehreren Versionen da.

Letztlich kann man diesen Trend jedoch als Ergänzung der bereits genannten Tendenzen Richtung 80er-Sex-Appeal und Minimalismus betrachten. Ein Unterschied liegt darin, dass die maskuline Kleidung durch die bewusste Mischung mit klar femininen Elementen konterkariert, ja, sogar parodiert wird. So zeigten die Models dem erstaunten Publikum eine dunkelblaue, klassische Nadelstreifenjacke mit passender Weste, darunter aber ein feines schwarzes Kleid, das durch seine Transparenz noch eher dem diesjährigen Sommer zugehörig wirkte. Dieses Outfit wurde vervollständigt durch orangefarbene Stulpen als Hingucker.

Im Trend liegen auch Oberteile, die lockerer oder grösser wirken als die Beinbekleidung. Eine karierte Strickjacke kann so beispielsweise mit schwarzen Leggings und halbhohen schwarzen Lackstiefeln kombiniert werden. Revers-Oberteile mit einem Gürtel als Accessoire oder schwarze Jacketts mit Dreiviertel-Ärmeln, die mit passender, schwarzer Anzughose und schicken, schwarzen Lederschuhen, jedoch auch mit Hemden und Schals mit pastellfarbenen Blumenmustern kombiniert werden, sind ebenfalls diesen Herbst und Winter im Trend.

Fazit

Im Grossen und Ganzen geht es gegen Ende des Jahres darum, modische Gegensätze geschickt und mutig zu kombinieren und aus dieser Spannung raffiniert einen neuen Stil zu schaffen. Dabei werden häufig auch Anleihen aus anderen Mode-Epochen zitiert, sodass modebewusste Schweizerinnen vielleicht auf bereits vorhandene oder Second-Hand-Stücke zurückgreifen können, um etwas Geld zu sparen. Niemals sollte man bei aller Kombinationsfreude jedoch die Qualität der Materialien und die Gesamtwirkung.

 

Artikel

© Blue Mountain Media Schweiz