Ökologische Mode ist immer mehr im Kommen

Das ökologische Bewusstsein entwickelte sich langsamHätte man vor 20 Jahren jemandem erzählt, dass es eines Tages ökologisch einwandfreie Mode vom Designer genauso wie im Kaufhaus geben würde, wäre man wahrscheinlich als Öko-Spinner ausgelacht worden.

Dass man irgendwann mal seine Kleidung in einem Netzwerk namens Internet bei Portalen bestellen kann, hätte wohl damals auch fast niemand für möglich gehalten.

Das ökologische Bewusstsein entwickelte sich langsam

Damals waren alternative Energiequellen, ökologische Kleidung und Bio-Fleisch nur was für Alternative und Umweltaktivisten. Auch „Die Grünen“ waren damals noch eine Nischenpartei, deren Vorsitzender gerne mal mit dem Ökopulli bei Versammlungen und später auch im Bundestag erschien. Doch in den letzten 10-15 Jahren hat sich das Umweltbewusstsein des Grossteils der Bevölkerung glücklicherweise drastisch verbessert, was vielleicht auch am immer spürbareren Klimawandel oder auch an Enthüllungen wie dem Gammelfleisch-Skandal liegt. Wäre man früher höchstens ausgelacht worden, wenn man beim Metzger biologisch einwandfreies Fleisch bestellt hätte oder sich seinen Pulli selbst gestrickt hat, um die Umwelt zu schonen, so ist umweltbewusstes und ökologisch nachhaltiges Verhalten inzwischen längst salonfähig.

Laut einer Studie der Universität Marburg aus dem Jahr 2008 geben 91% der Befragten an, dass für sie Umweltbewusstsein sehr wichtig ist; das zeigt, dass inzwischen der Grossteil der Bevölkerung, egal welcher politischen Gesinnung oder Stellung in der Gesellschaft, erkannt hat, dass der Mensch langsam aber sicher seinen Planeten und seine Lebensgrundlage zerstört, wenn sich nicht bald grundlegende Dinge verändern.

Öko-Kleidung heute sehr gefragt

Während Biofleisch beim Discounter und Katalysator im Auto schon lange nichts Aussergewöhnliches mehr sind, war die Kleidung bis vor kurzer Zeit noch das Stiefkind des neuen Umweltbewusstseins. Immer wieder erschienen Meldungen in den Medien, wonach auch grosse, internationale Textilunternehmen ihre Kleidung unter unmenschlichen Bedingungen von Billigarbeitern unter sklavenähnlichen Bedingungen in Ländern der dritten Welt herstellen liessen. Die Kleidung wurde teilweise mit für die Arbeiter hochgiftigen Chemikalien ohne jeglichen Schutz behandelt, teilweise wurden sogar Kinder beschäftigt.

Nach Bekanntwerden dieser Zustände haben inzwischen so gut wie alle internationalen Textilunternehmen diese Zustände beendet und sich zu ökologisch nachhaltigen Herstellungsverfahren und Arbeitsbedingungen verpflichtet. Viele grosse Bekleidungsunternehmen haben sich ausserdem seitdem dem Umweltschutz verschrieben und fördern Umweltschutzorganisationen und deren Arbeit. Spezielle Designerreihen und Modelle einzelner Designer und Unternehmen bekommen ein spezielles Etikett, mit dem gezeigt wird, hier wurde ökologisch und menschenwürdig produziert. Es gibt sogar ein spezielles Siegel, auf welches hin geprüft werden kann.

So ist biologisch korrekte Kleidung heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen, die meisten Verbraucher sehen genau hin und prüfen, was sie erwerben und wie es produziert wurde. Und natürlich bekommt man biologisch produzierte Kleidung auch im Internet, denn viele Online-Shops haben natürlich auch diese Modelle auf Lager. So muss man nicht mit dem Auto in die Innenstadt fahren und seinen eigenen CO2-Abdruck erhöhen, sondern kann sich gemütlich aufs Sofa setzen und von dort aus nach den gewünschten Kleidungsstücken suchen.

 

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