Oh wie schön ist Panama. Erlebnisreiche Ferien in Zentralamerika.

Russell Fields Pier, Panama

Natürlich ist es ausschliesslich der Kanal, der auf knapp 82 Kilometern Länge den karibischen Teil des Atlantiks mit dem Pazifik verbindet, der dieses Land weltberühmt gemacht hat. Der viel befahrene Wasserweg, der seit 1914 den Seeweg von der Westküste Amerikas zur Ostküste um ein Drittel kürzer macht, ist deshalb auch Panamas wichtigste Sehenswürdigkeit. Eine Fahrt von Balboa auf der pazifischen Seite nach Colon, wo der Kanal in die Karibik mündet, ist noch immer ein technisches und zugleich ein exotisches Abenteuer. Atemloses Staunen bei der Millimeterarbeit in den Schleusen, tropische Schläfrigkeit an den Ufern, wo Paradiesvögel und Albatrosse die Schiffe begleiten und Krokodile vor sich hin dösen.

Das also sind Höhepunkte einer Reise von einem Weltmeer zum anderen. Aber zumindest in der Schweiz weiss man seit dem Janosch-Kinder-Klassiker, dass es im schmälsten Land Mittelamerikas, das von den beiden Ozeanen im Norden und Süden und im Osten von Costa Rica, im Westen von Kolumbien begrenzt wird, noch weit mehr Attraktionen zu erwarten sind: »Oh wie schön ist Panama«, schwärmt der Bär dem Tiger vor - und wirklich, dieses kleine Land (etwas grösser als Bayern) bietet von den kolonialen Sehenswürdigkeiten in Colon und ganz besonders im alten Teil der Hauptstadt Panama City über traumhafte und noch nicht überlaufene Strände bis hin zu den Naturwundern in den Regenwäldern und den Nationalparks des vulkanisch geprägten Hochlands überraschend viele Highlights. Ein Urlaub reicht nicht, um sie alle zu besuchen.

Anspruchsvolle Ökotouristen werden bei geführten Dschungeltouren eine artenreiche Vogel-und Schmetterlingswelt kennenlernen. Idealer Ausgangspunkt für solche Touren, die auch für die Nacht angeboten werden, ist Gamboa am Kanal, etwa auf halber Strecke zwischen den Meeren.

Tauchen, Schnorcheln und Wassersport

Bei Tauchern, Schnorcheln, Wassersportlern und Geniessern, die sich nach Besichtigungstouren gern mal für ein paar Tage in die Hängematte legen, werden die Inselchen im Archipel Bocas del Torro im Nordwesten noch wie ein Geheimtipp gehandelt. Ebenfalls auf der karibischen Seite locken die San-Blas-Inseln mit weitgehend authentischer Atmosphäre und einer autonomen indigenen Bevölkerung. Massentourismus ist hier nicht zu befürchten.

Die beste Reisezeit

Wie in allen Tropenländern wechseln sich nur Regenzeit und Trockenzeit ab. Da Panama an zwei Ozeane grenzt, sind die Niederschläge aber unterschiedlich verteilt. An der karibischen Seite regnet es häufiger, am wenigsten im März, der auch in der langjährigen Statistik als trockenster Monat im ganzen Land geführt wird. An der Pazifikküste kann es im Frühjahr zwar häufig regnen, aber so gut wie nie dauert ein Tropenregenguss länger als ein paar Stunden.

Die Highlights

  • Die Altstadt in Panama City, Kirchen und Paläste aus der spanischen Kolonialzeit dominieren der historischen Kern der Hauptstadt. Sehr schön ist die Plaza Francia mit ihren weissen Gebäuden und den leuchtend roten Flammenblumen.
  • Die Mirafloresschleusen. Millimeterarbeit in technischem Wunderwerk. Bei diesem Schauspiel wirken auch schwere Lokomotiven an Land mi sogenannte »Maulesel«, die durch Trossen mit den Schiffen verbunden sind.
  • Eine Kanalfahrt dauert für ein Kreuzfahrtschiff mittlerer Grösse etwa acht Stunden. Die Erinnerungen daran können ein Leben lang andauern,
  • Rafting ist ein spektakuläres Abenteuer auf dem Fluss Chiriqui Viejo in der Nähe der Stadt Volcan.
  • Schon Kolumbus war 1502 von der Schönheit der Inselgruppe Bocas del Toro vor der Nordwestküste (karibische Seite) beeindruckt. Träge Tropenatmosphäre prägt die gleichnamige Provinzhauptstadt auf der Insel Colon.
  • Die San-Blas-Inseln werden von Ureinwohnern (Kuna-Indianer) verwaltet. Robinson-Feeling kommt auf mehreren Mini-Inseln auf, etwa auf Aguja oder Anzuelo.
  • Coiba, der Maritimer Nationalpark an der pazifischen Küste ist von über 150 Vogelarten bewohnt. 38 Inseln und ein grosses, bemerkenswert heiles Korallenriff. Weltkulturerbe seit 2005.

 

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