Kuba erleben. Eine Reise nach Havanna und den osten Kubas.

Capitolio Nacional in Havanna, Kuba

Die beeindruckendsten Inselhauptstädte der Welt sind in der Karibik zu finden. Auf Platz eins der Rangliste der Schönen liegt unstreitig Havanna. Welche sonst hätte eine sozialistische Revolution, Fidel Castro und das Erbe Che Guevaras zu bieten, erstklassigen Rum und die besten Zigarren, Autoren der Weltliteratur und ganz sicher nicht nur die Klänge des berühmten Buena Vista Social Club? Dazu eine Pracht an UNESCO-geschützten Baudenkmälern in einem architekturberauschten Altstadtambiente, das eine einzigartige Kulturszene ausfüllt.

Der Osten Kubas

Wer die karibische Metropole ausreichend durchstreift und genossen hat, macht sich auf Richtung Osten, wo Kubas Herz schlägt. Ob Santiago de Cuba, das seinen Reichtum aus den nahen Kupferminen in prachtvolle Gründerzeitfassaden investierte, Baracoa, das archaische Kleinod an der tosenden Atlantikküste, oder Cayo Saetia, wo an traumhaften Buchten Zebras, Emus und Antilopen vor die Kamera kommen: Reisenden begegnet hier eine überwältigenden Mischung aus Kultur und Geschichte, ansteckend freundlichen Menschen sowie wahrhaft beeindruckenden Landschaften.
Liebhaber klassischer Prachtarchitektur kommen schon in Santiago de Cuba auf ihre Kosten: majestätisch thront die Basilica Catedral über dem Par- que Cespedes, in dem zur späten Stunde erst das urbane Leben so richtig vibriert. Am besten lässt sich das von der Terrasse des liebevoll restaurierten Hotels Casa Granda verfolgen. Nur ein paar Ecken weiter finden sich die ehemalige Bacardi Destillerie, heute Museum, sowie die staatliche Zigarrenfabrik.
Durch Kakao- und Kaffeeplantagen, saftig grüne Zuckerrohrfelder, gesäumt von grazilen Königspalmen, geht es von hier aus ostwärts. Wie eine Fata Morgana taucht im Valle El Cobre die Basilica del Cobre auf, gleich neben den Kupferminen, die bis ins 19. Jahrhundert hinein die grössten der Welt waren.

Baracoa

Baracoa liegt am Ende der Welt. Kraftvoll donnern Atlantikbrecher auf den Strand. Gegründet 1512 von Diego Velàzquez, hat sich das Städtchen durch seine abgeschiedene Lage, umgeben von wild zerklüfteter Bergwelt und dichten Wäldern, eine ganz besondere Atmosphäre bewahrt. Lastenträger mit Säcken, Körben oder Bananenstauden auf den Schultern zeichnen ein archaisches Strassenbild. Die wenigen museumsreifen, aber liebevoll gepflegten Buicks und Chevrolets aus den 50er-Jahren passen da perfekt ins Kulissenbild. Anstelle von Autos rollen beinahe geräuschlos Fahrräder, Rikschas und Pferdedroschken. Auf dem historischen Stadtplatz Parque Central, vor dem Kirchenportal der Iglesia de la Asuncion, spielen die Männer wie eh und je unter der stattlichen Büste des Indianerhäuptlings Hatuey seelenruhig ihr tägliches Domino. Hier scheint die Zeit still zustehen.

Die Highlights

  • Die Plaza de la Catedral in Havanna bietet Salsa live zu Trompeten, Geigen und Trommeln.
  • Tropicana: Im weltberühmten Nachtklub werden den karibische Tanzkunst, farbenfrohe Shows und jede Menge Cuba Libre zu den wildestesten Rhythmen dargeboten.
  • Malecón: Die Uferpromenade ist ein beliebter Treffpunkt, eher für waschechte Kubaner denn für Touristen.
  • Santiago de Cuba ist die Wiege der kubanisc Son-Musik und Kubas heimliche Hauptstadt. Vom Rathausbalkon liess Fidel Castro am 1. Januar 1959 die Revolution ausrufen.
  • Der Buena Vista Social Club gibt seine Balladen allabendlich in der «Casa de la Trova» zum Besten, während es junge Kubaner eher zu den heissen Rhythmen im «Artex» zieht.
  • Baracoa: In der Stadt im Osten, deren historischer Kern mit einem Stilmix aus klassizistischen Gebäuden mit starken französischen Einflüssen überrascht, toben Rhythmus, Tanz und Lautstärke rund um die Plaza Mayor.
  • Festival del Caribe: Im kubanischen Karnevall treffen sich gegen Mitternacht auf der Plaza de Marte in Santiago de Cuba Hunderte Feierwütige in bunten Kostümen und mit handgefertigten Masken, Trommeln und anderen Instrumenten bei Soca, Calypso und Salsa.

 

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