Warum meditieren?

frau die am medietern ist

Was bringt eigentlich meditieren

Wer sich entschliesst, meditieren zu lernen, möchte zur Ruhe kommen und sich entspannen. Wer im Stress ist, wird sich selbst oft fremd. Meditation hilft, wieder zu sich selbst zu finden und seinen Körper und sein Inneres ausgiebig zu erforschen und zu erspüren. Meditierende sind auf der Suche nach Glückseligkeit, Vertrauen, dem Sinn des (eigenen) Lebens, Gelassenheit, Gesundheit und Kreativität. Es gibt unzählige weitere Gründe dafür, sich auf eine innere Reise zu begeben. Letztendlich kommen alle Wünsche und Eigenschaften, die man in der Meditation erfährt, auf ein allumfassendes Grundgefühl zurück: Liebe. Wer meditiert, lernt zu lieben. Sich selbst und andere, das ganze Universum, jeden Augenblick, jede Situation. Die vielfältigen und tiefgehenden Wirkung von regelmässigen Meditationen werden nach und nach auch von der modernen Wissenschaft entdeckt.

Wie Meditation das Gehirn verändert:

Immer mehr wissenschaftliche Studien weisen nach, dass sich das Gehirn durch regelmässiges Meditieren aktiv verändern lässt. Bereiche des Gehirns, die viel genutzt werden, werden erweitert und gestärkt, dafür werden wenig genutzte Bereiche schwächer und kleiner. Eine Studie der Universität Wisconsin-Madison unter Leitung von Professor Davidson mit regelmässig meditierenden Mönchen ergab, dass diese bewusst ihren linken präfrontalen Hirnlappen stimulieren können. Dieser Bereich ist verantwortlich für positive Gefühle, Erkenntnis, Aufmerksamkeit und das Regulieren von Emotionen. Der rechte präfrontale Hirnlappen, der für negative Gefühle verantwortlich ist, wird von dieser Aktivierung des positiven Bereichs geradezu überschwemmt. Die geübten Mönche erzielten dabei sehr viel intensivere Ergebnisse als überprüfte Anfänger. Diese bewusste Aktivierung der für positive Gefühle zuständigen Hirnareale kann bei psychischen Störungen wie Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen helfen, da die für die Krankheiten zuständigen Gehirnareale gleichzeitig geschwächt werden.

Mehr Achtsamkeit - auch im Alter

Durch regelmässige Meditation werden die Bereiche des Gehirns gestärkt und vergrössert, die für das Verarbeiten von Sinneseindrücken und die Aufmerksamkeit verantwortlich sind. So haben Meditierende oft grössere Gehirne als Nicht-Meditierende. Sie können sich besser auf aktuelle Aufgaben und Situationen konzentrieren und Probleme kreativer und effektiver lösen, berichten beispielsweise Forscher des US-amerikanischen Fachmagazins „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Diese Erkenntnis weist auf die weitgehenden Möglichkeiten von einer ADHS-Behandlung mit Meditation hin.

Bei älteren, geübteren Personen war die Verstärkung der Hirnrinde stärker als bei jungen Menschen. Normalerweise werden die betroffenen Areale mit zunehmenden Alter dünner. So führt Meditation nicht nur zu mehr Achtsamkeit generell, sie kann auch helfen, einige Faktoren der verstandesmässigen Alterung zu verlangsamen.

Brücke zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein

Die Nervenzellen des Gehirns kommunizieren miteinander, indem sie kleinste elektrische Impulse aussenden. Je nach Bewusstseinszustand und Aufmerksamkeitsgrad einer Person schwingt das Gehirn in unterschiedlichen Wellenlängen. Während einer Meditation können vor allem Alpha- und Theta-Wellen gemessen werden. Alpha-Wellen stehen für einen entspannten, achtsamen und kreativen Zustand. Die Aufmerksamkeit ist überwiegend nach innen gerichtet. Thetawellen werden ausgesandt, wenn das Unterbewusstsein aktiv ist und man einen Zugang zum Unterbewussten erhält. In der Meditation wird also eine Verbindung zwischen dem Bewussten und dem Unterbewussten hergestellt, die den Meditierenden empfindlicher für und aufmerksamer auf die Bedürfnisse des Körpers und des Geistes machen. Diese intuitive Aufmerksamkeit kann vom eigenen Körper auf die Umgebung und die Mitmenschen ausgeweitet werden. So entwickelt sich eine ganzheitliche, präzise Intelligenz, die schneller und wirksamer arbeitet als eine rein rationale Denkweise.

Weiterhin werden bei Meditierenden vermehrte Alpha-Wellen im rechten Schläfenlappen gemessen, was für Optimismus und Extrovertiertheit verantwortlich ist. So kann Depressionen, Stress und Introvertiertheit entgegengewirkt werden, da diese Eigenschaften durch aktive Alphawellen im linken Schläfenlappen entstehen.

 

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