Stress Teil 3:
Langfristige Methoden zur Stressbekämpfung

Kurzfristige Methoden zur Stressbekämpfung

1. Arbeitstechnik

Eine gute Arbeitstechnik ist langfristig der einzige Stresskiller.

  1. Setzen Sie Prioritäten! Teilen Sie alle Aufgaben in drei Kategorien ein:
    1. Muss getan werden (sehr wichtig)
    2. Soll getan werden (wichtig)
    3. Kann getan werden (weniger wichtig)
  2. Nehmen Sie kleine Dinge nur einmal in die Hand. Entscheiden Sie (z.B. bei Einladungen zu Veranstaltungen) auf der Stelle, ob Sie hingehen oder nicht. Damit ist die Sache für Sie ein für alle Mal erledigt.
  3. Lernen Sie "nein" zu sagen. Ein kooperativer Kollege zu sein bedeutend nicht, dass die andern Sie ausnützen können.
  4. Schaffen Sie sich, wenn möglich, fixe Zeiten (bspw. zur Bearbeitung der Mails)

Definieren Sie: Was ist mir wichtig? Wo bin ich glücklich, und wie viel Zeit habe ich dafür?
Vergleichen Sie diese Überlegungen mit ihrer Realität.

2. Einstellungsänderung

Mit gewissen Persönlichkeitseigenschaften stressen wir uns oftmals selber. In der Psycholgie werden diese mit dem Begriff "Verstärker? erklärt. Ein paar Beispiele:

  • Diese Aufgabe ist sowieso nicht zu bewältigen (Hilflosigkeit)
  • Es gibt immer eine bessere Lösung (Perfektionismus, Überforderung)
  • Ich muss es allen recht machen (Rechtmacherei)
  • Es muss immer schnell erledigt sein (Schnellmacherei)
  • Ich muss immer stark sein und darf keine Schwäche zeigen (Powern)

Diese "Verstärker" beeinflussen unser Verhalten vor allem dann stark, wenn wir uns ihrer nicht bewusst sind. Sie blockieren uns und setzen uns unter Druck, also "Stress". Um diesen zu überwinden müssen wir unsere Grundeinstellung (gewissermassen unsere "Programmierung") ändern ("updaten"):

  • Ich werde "step by step" die Aufgabe bewältigen
  • Das wichtige zuerst, die Krümel am Ende
  • Ich erfülle die Kriterien
  • Ich schau, dass ich selbst noch gut mitkomme
  • Ich habe keinen Mummenschanz nötig

3. Belastungsausgleich (Zufriedenheitserlebnisse)

Bauen Sie regelmässige Aktivitäten zur aktiven oder passiven Entspannung auf.
Verschaffen Sie sich "Zufriedenheitserlebnisse" (Hobbys).
Doch: Vorsicht ist geboten! Tätigkeiten zur Entspannung sollten nicht in Freizeitstress münden!

4. Soziale Geborgenheit

Es ist erwiesen, dass gute und soziale Beziehungen das Ausmass an sozialer Geborgenheit bestimmen. Kontinuierliche und emotionale Unterstützung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der Persönlichkeit und zur Bewältigung von Stress.

Pflegen Sie also Ihre Kontakte, denn persönliche Bestätigung fördert Ihr Selbstbewusstsein!

Weiter zu:

Teil 1: Was bedeutet "Stress" eigentlich?
Teil 2: Kurzfristige Methoden zur Stressbekämpfung

 

Artikel: Bettina Janko - Schirmer, Schirmer Coaching & Training

 

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